Dienstag, Oktober 13

Hans-Georg Kaiser: KURVENWUNDER (für Wildwuchs)

Hans-Georg Kaiser

KURVENWUNDER

(für Wildwuchs)


Sie hat nicht Kurven nur allein,
sie stürmt in Kurven auch hinein,
mit Schwung und sehr viel Energie.
Ein wildes Ding mit Swing ist sie.

Wenn sie sich in den Hüften wiegt
und sich mit Kurven an ihn schmiegt,
dann weiss ein Mann es erst genau:
Sie ist ein Wunder, diese Frau.

PS: Für die zwei 'Come on, let's go' - Fotos von Wildwuchs.


Donnerstag, August 27

Hans-Georg Kaiser: Hexenhaus


Foto von Raasch2000, mit dessen Genehmigung


Hans- Georg Kaiser

Hexenhaus


Versuche es und spring hinein,
dann stolperst du, brichst dir ein Bein
und stürzt hinab in trübe Flut,
zu Hecht und Wels. Die packt die Wut.

Was weich ist, beissen sie heraus,
So siehst du ncht mehr menschlich aus.
Den Rest holt sich Frau Sägefisch,
die lauert schon am Fenstertisch.

Dass dieses heute noch passiert,
hat mich beim Schreiben sehr geniert.
Jedoch, die Wahrheit muss heraus:
Am Dorfteich steht ein Hexenhaus.

Geht dort am besten nie vorbei.
Wenn doch, dann nur mit Polizei.
Und lasst euch nicht von Nixen locken,
die dort noch hinter Schilfrohr hocken.

Sie sehen aus wie Wollustknaben,
die nur zuviel getrunken haben.
Doch wenn sie dich am Hintern greifen,
dann woll'n sie dich zur Hexe schleifen.


Bemerkung: Das obige Foto von Raasch2000 hat mich zu diesem Text inspiriert.

Dienstag, Juli 21

Besuchen wir Europa... (Gedicht)

Ŝipo Eŭropo / Das Schiff Europa
Das Schiff Europa



Hans-Georg Kaiser

Besuchen wir Europa...

Besuchen wir Europa,
es macht verdammt was her,
zu Fuss, im Kahn, im Fluge,
beim Segeln auf dem Meer.

Besuchen wir Europa
auf Bergen und im Tal,
in den Hotels, Pensionen
und abends auf dem Ball.

Geniessen wir die Nächte
und trinken wir am Quell,
hin wandernd zu den Flüssen,
wo alles fliesst so schnell.

Es treibe uns die Freiheit
von Stadt zu Stadt weit fort.
Genießen wir die Landschaft,
wenn das noch geht vor Ort.

Besuchen wir Europa
bevor's zu Staub zerfällt,
geniessen wir die Zeit noch,
bis Krieg es überfällt.

Besuchen wir Europa
auf Reisen ohne Zwang,
beim Schoppenweinvergnügen,
noch vor dem Untergang.

Besuchen wir Europa
eh' es den Sinn verliert,
weil Stress in den Geschäften
zum Untergang verführt.

Besuchen wir Europa.
Es macht verdammt was her,
im letzten Zug zu liegen,
im Auto, beim Verkehr.

Besuchen wir Europa,
das keine Jungfer ist,
es liebt zu sehr die Euros,
das tödliche Gelüst.

Europa


Bemerkung: Das Gedicht ist eine sehr freie Widergabe eines Esperantogedichtes, das ich vor kurzem verfasst habe, dieses wieder nahm den Grundgedanken von einem bekannten deutschen Lied.

Donnerstag, Juli 9

Hans-Georg Kaiser . Der Verrückte / Gedicht






Hans-Georg Kaiser

Der Verrückte


Das Massentier ist nicht entzückt,
wenn einer aus der Reihe rückt.
Fühlt gar der EINE sich beglückt,
so denkt man gleich, der ist verrückt.

Verrückt ist der, sich was traut,
Der selber denkt, und auch noch laut.
Allein am Rand mit dünner Haut,
kein Wunder, dass uns vor ihm graut.




Dienstag, Juni 2

Hans - Georg Kaiser: Lob der Faulheit (Prosagedicht)

Dancanta akvoguto2
gemalt von Hans-Georg Kaiser



Hans - Georg Kaiser


Lob der Faulheit

(für alle, die zu viel arbeiten)


Faulheit, du geliebte, die du nicht einmal
an Sonntagen oder Festtagen zu Besuch kommst,
wenn andere schon faul in der Sonne sitzen,
du, die nur dann einmal erscheinst,
wenn ich schon so müde bin,
dass ich kein Augenlid mehr
heben kann,
gelobt sei dein Name.
Dein Reich komme, dein Wille geschehe,
wie in der Freizeit, so auch in der bezahlten Arbeit.

Unsere tägliche Dosis Faulheit gib uns schon heute
und verhindere unseren zu großen Fleiß.
Und erinnere uns immer daran, dass auch wir nicht
jeden Tag alles gleich zu Ende bringen müssen,
kümmere dich darum, dass unser Fleiß
nie zu groß werde.

Und verzeih uns, wenn die Arbeitswut
uns dennoch manchmal ergreift,
weil sogar noch in der entfremdeten Arbeit von Sklaven
der kleine Rest persönlicher Freiheit auffindbar ist,
der in uns verschüttete Kreativität weckt.

Faulheit, befreie uns von dem Übel, das da ist,
zu viel für zu wenig Geld zu arbeiten.
Erinnere uns immer daran,
wie faul die Arbeitgeber
und alle die anderen Antreiber sind.

Faulheit, die du immer wieder
aus den Qualen und Leiden sinnloser Arbeiten
im selbstmörderischen Kampf
aller gegen alle hervorbrichst,
gelobt sei dein Name, denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Gelobt sei dein Name, geliebte Faulheit.
Ohne wenn und aber -
amen!

Mittwoch, Mai 13

Die notleidenden Banken (Reimgedicht)



Hans-Georg Kaiser

Die notleidenden Banken


Es leiden die Banken in ihrer Not.
Sie leiden an Geldschwund und haben kein Brot.
Kredite kriegen sie auch keine mehr.
Die notleidenden Banken haben es schwer.
Sie leben verzweifelt von unserem Geld.
So grausam geht es jetzt zu in der Welt.


Deutschland

(nach Wikipedia)

Betteln ist in Deutschland grundsätzlich erlaubt, doch Vortäuschung falscher Verhältnisse (z. B. "bin obdachlos", "Geldbörse gestohlen") kann einen Bettelbetrug darstellen und aufdringliches Betteln kann in Deutschland als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.[1] Bettler sind z. T. obdachlos.

Betteln ist in Deutschland steuerfrei, d. h. Einkünfte hieraus unterliegen nicht der Einkommensteuer.

Dienstag, November 18

Mehr Meer (Prosagedicht)



Hans-Georg Kaiser

Mehr Meer


(Für Erich Fried)


Schluss mit dem Krampf und
dem verkrampften Kampf.
Besinnt euch, ihr bellenden Hunde,
haltet inne, seid einmal
in eurem Leben romantische Poeten,
ihr Aktenträger und Glücksvernichter,
ihr Hetzer und Gehetzten,
die ihr die Erde nicht mehr an den Füssen fühlt.

Geht einmal in euch, fühlt wie das Meer rauscht,

wie Delphine fliegen vor Glück,
wie der Kosmos in euch pulst,
wie er wie Meersand euch
durch die Adern rinnt!!

Mehr Meer,
nur mehr so!

Dienstag, November 11

Fr. Kretinsky: Wie erklären?



Fr. Kretinsky

Wie erklären?


Wie einem Blinden erklären,
- der blind ist von Geburt an -
die Schönheit des Regenbogens,
den Charm eines Sonnenaufgangs?

Wie einem Tauben
den Gesang der Meereswellen erklären,
die Zärtlichkeit einer Violine,
die Drohung eines Donnerwetters?

Wie einem Armseligen
- geboren mit Fischblut -
das Mysterium und Wunder
der Liebe mit menschlicher Zunge
erklären?


Übersetzung: Hans-Georg Kaiser

(Prosagedichtübersetzung aus dem Esperanto)


Dienstag, September 30

Hans-Georg Kaiser: Vergissmeinnicht

Hans-Georg Kaiser

Vergissmeinnicht


Dein Wangenweiss,
das goldne Licht
auf dem Gesicht,
vergisst man nicht.

Ich sag ganz leis,
vergiss mich nicht,
damit mir nicht
das Herz zerbricht.


PS: Spontane Reaktion auf ein Ipernity-Foto von Angela.

Montag, September 15

Wir waren in Waren


Hans-Georg Kaiser

Wir waren in Waren


Wir waren in Waren,
unter lauter Waren
und kauften Waren,
da wir waren,
was wir waren,
als wir dort waren.
Denn wir waren
noch nie in Waren.

Warane waren rar
in Waren, weil sie
in Borneo waren.

PS: Ein wahrer Postkartengruss!

Mittwoch, September 3

Die Pfeile Amors




Hans-Georg Kaiser

Die Pfeile Amors

O weh, ihr mitleidlosen Pfeile Amors!
Gnadenlos durschlagt ihr das Herz der Getroffenen!
Euch läßt kalt wieviel Schmerzen ihr bei Frauen und Männern
verursacht, die vorher - ohne die brennende Liebe -
ganz zufrieden waren.
Abgeschickt vom übermütigen Knaben der Liebe,
trefft ihr, und wenn man euch herauszieht,
wirkt schon das süße Gift. Und das bedeutet,
daß das grausame Spiel begonnen hat.
Oh weh, ihr mitleidlosen Pfeile des Amor!


Freitag, Juli 4

Bob Dylan: Ich bin's nicht, Kind



Bob Dylan


Ich bin's nicht, Kind


(frei nach Bob Dylan:
It ain't me Babe)
Geh weg da, vom Fenster,
bleib beim selbst gewählten Tritt.
Ich bin's nicht, den du suchst, Kind.

Ich muss mit dir nicht mit.
Du sagst, du brauchst so einen Mann,

der stark ist und niemals schwach,
der dich verteidigt und der dich beschützt,

wenn du recht hast und danach,
'nen Mann also dir öffnend jede Tür.


Refr:
Doch ich bin's nicht, Kind,
nein, nein, nein,Ich bin's nicht, Kind.

ich bin nicht der, den Du suchst, Kind.
Herunter von dem Fenster, Kind,
verschwinde aus dem Haus.
Ich bin's nicht den du suchst, Kind,

ich lass dich lieber raus.

Du sagst, du suchst so einen Mann,

der dir verpricht, dass er nie geht,
der nur nach dir noch weiter sieht,

an deinem Herzen klebt.
Ein Mann,der sterben will für dich.


Refr:

Doch ich bin's nicht, Kind,
nein, nein, nein,Ich bin's nicht, Kind,

ich bin nicht der, den Du suchst, Kind.
Verschwinde wieder wie der Wind,

alles an dir ist gemacht wie aus Stein.
Da ist nichts, was mich berührt,Kind,

und ich bin auch nicht allein,
Du sagst, du suchst dir einen Mann,

der dich aufhebt nach jedem Fall,
der ständig dir viel Blumen kauft

der springt auf Ruf überall.
Ein Lover nur für dich selbst.


Refr:
Doch ich bin's nicht, Kind, nein, nein, nein,Ich bin's nicht, Kind,
ich bin nicht der, den Du dir suchst, Kind.
es übersetzte Hans-Georg Kaiser



Bob Dylan

It ain't me, Babe



Go 'way from my window,
Leave at your own chosen speed.
I'm not the one you want, babe,

I'm not the one you need.
You say you're lookin' for someone

Never weak but always strong,
To protect you an' defend you

Whether you are right or wrong,
Someone to open each and every door,


But it ain't me, babe,
No, no, no, it ain't me, babe,

It ain't me you're lookin' for, babe.
Go lightly from the ledge, babe,

Go lightly on the ground.
I'm not the one you want, babe,

I will only let you down.
You say you're lookin' for someone

Who will promise never to part,
Someone to close his eyes for you,

Someone to close his heart,
Someone who will die for you an' more,


But it ain't me, babe,
No, no, no, it ain't me, babe,

It ain't me you're lookin' for, babe.
Go melt back into the night, babe,

Everything inside is made of stone.

There's nothing in here moving

An' anyway I'm not alone.
You say you're looking for someone

Who'll pick you up each time you fall,
To gather flowers constantly

An' to come each time you call,
A lover for your life an' nothing more,



But it ain't me, babe,

No, no, no, it ain't me, babe,
It ain't me you're lookin' for, babe.

Donnerstag, Februar 14

Vom irdischen Jammertal



Hans-Georg Kaiser

Vom irdischen Jammertal

Aus der Seele allertiefstem Grunde
tönen Klagelaute schwach und matt,
winseln kläglich wie verjagte Hunde,
werden niemals hier auf Erden satt.

In dem Elend bis zum Hals versunken,
bleiben nur die Tränen konsistent.
Leute wälzen sich in den Spelunken,
wo man sich im Spiegel nicht erkennt.

Jesus, selbstlos unter dem Gelichter,
teilt mit ihnen noch sein letztes Brot.
Und so wird er selbst zum Weltverzichter
und er ahnt schon, dass der Tod ihm droht.

Aus der Feigheit allertiefstem Grunde
tönt es ewig triefend, matt und mild.
Denn die lauen Sänger in der Runde
sind der Feigheit bestes Schwert und Schild.

Eine ganze Welt liegt da begraben,
weil sich alles nur im Kreis noch dreht.
Die Poeten krächzen jetzt wie Raben,
da in Kälte jeder Traum verweht.

Alle wollen jetzt am liebsten sterben,
untergehen, doch im hellen Schein.
Engel lachen, denn sie sind die Erben.
Die Verlierer bleiben stets allein.

An den Gott der Bürokratie




Hans-Georg Kaiser

An den Gott
der Bürokratie

Gott, wir knieen vor dir nieder,
der Du jetzt der Größte bist.
Deine Gänge starrren bieder,
Wartenhallen sind so trist.


Wenn Gesetze läuten Ruh,
schliesst Du deine Läden zu.
Doch wir ächzen im Geschäfte,
kontrolliert durch Kontorhefte.


Gott, wir knieen vor dir nieder,
der Du jetzt der Stärkste bist.
Draußen blüht erneut der Flieder.
Doch Du säst erfolgreich Zwist.

Wenn das Mitleid geht zur Ruh',
machst Du beide Augen zu.
Ausgelaugte ohne Säfte,
wünschten wir uns neue Kräfte.

Gott, wir knieen vor dir nieder,
der du stark und mächtig bist.
Ja, wir singen Lobeslieder,
denn du bist voll böser List.

Tropft das Blut auch aus dem Schuh,
schaust Du doch gelassen zu
und notierst in deine Hefte,
alles gründlich, was dich äffte.


Dienstag, Februar 5

Ausverkauf Amerikas



Hans-Georg Kaiser

Ausverkauf Amerikas



Als wir erreichten Amerika,
in Sachsen bei Penig gelegen,
da war es nur ein winziges Nest.
Das machte uns ziemlich verlegen.

Es war kaum mehr als die Spinnerei,
und die war für immer geschlossen.
Amerika stand zum Ausverkauf,
was sagt ihr nun dazu, Genossen?

Nach dem Spaziergang vom Trabi aus,
da hatten wir so ein Verlangen,
da haben wir auf dem Bahnhofplatz
wie im Western herumgehangen.

Als wir am Bahnhof Amerika,
nur wegen dem Zug noch verharrten,
da wiegten sich dort Margeriten schön,
als würden sie uns hier erwarten.
Es fuhr wie im Film die Sehnsucht mit.
Es schnaufte die Lok vor Vergnügen.
Und wenn das Ganze nicht grossartig war,
so würden wir euch euch belügen.





Hans-Georg Kaiser

Moritat vom Karneval


(gesponsert von der AOK: Alaffen-Hell-Au)


Er ging zu einem Karneval
und landete in Fleisches Tal!
Ihr juckte ihre zarte Möse;
das Ganze endete sehr böse.

Drum glaubt uns, auch des Fleisches Tal
ist klipp und klar ein Gummi-Fall;
wollt dieses bitte nicht vergessen:
Erst die Verhütung - dann das Fressen!


Verbergen

Hans-Georg Kaiser

Verbergen


Der Mont Klamott,
ein Berg aus Schrott
wo Autos liegen
und tote Fliegen?

Darauf nur Dreck,
du lieber Schreck.
Was soll man machen?
Am besten lachen.

Hinauf den Müll
in Zwirn und Tüll.
Den Berg ersteigen,
Charakter zeigen.

Zum schönen Blick
und schnell zurück.
Ein Bier zum Schluss noch
und eins mit Schuss doch!

Der Krieg verschwand,
im ganzen Land.
Wo schwand er denn hin?
Im Berg steckt er drin.


Eine 'sie' und kein 'er'





Hans-Georg Kaiser

Eine SIE
und
kein ER



Schau an und dann sieh,
es ist eine sie!
Es ist doch kein er.
Was will man noch mehr!

Es ist auch kein es,
kein Zwitter im Stress,
Es ist eine die.
Ich staune! Und wie!

Montag, Februar 4

Und wenn auch


Hans-Georg Kaiser


UND WENN AUCH

(für eine Bekannte)


Wenn sie dich auch böse quälen

und das Messer Neid dich schlitzt,

kann man doch auf dich stets zählen,

dass Du an der Wahrheit ritzt.


An die Ränder deiner Seele,

kommen sie wohl nie heran.

Du beachtest nicht Befehle

und verlachst den Biedermann.


Tief im Innern, stark im Wesen,

bleibst du fröhlich und gesund.

Und so wirst du stets genesen,

denn die Welt ist für dich rund.


In Äonen, trotz Gedränge,

hat das Böse keinen Halt;

und wie oft es auch gelänge,

bleibt es Knecht doch der Gewalt.


Darauf kannst du stets vertrauen,

dass das Wasser ewig fliesst,

wie sich auch die Übel stauen

und man selbst dabei verdriesst.


Es gibt immer neues Leben,

ewig steht das Neue auf.

Warum nur am Alten kleben?

Fortschritt nimmt ja seinen Lauf.

Lass sie streiten, lass sie keifen,

gehe ruhig deinen Weg,

dann wirst du doch täglich reifen

und ganz ohne Privileg.


So wie Ströme Wege suchen,

kommst auch du im Fluss voran.

Und wenn sie dich dann verfluchen,

hast Du Gutes schon getan.

Mittwoch, Januar 30

„Die Kinder könnten Clowns nicht leiden“






Hans-Georg Kaiser


„Die Kinder könnten

Clowns nicht leiden“



Die Kinder könnten Clowns nicht leiden,
sagt ein Bericht.
Der Zirkus stirbt und sei zu meiden,
aus neuer Sicht.
Die Clowns, sie wären Trauerweiden
und lustig nicht.
Die Kinder würden diese meiden,
und Zirkuslicht.

Die Kleinen könnten Clowns nicht leiden.
Das wäre wahr.
Sie würden keinen Clown beneiden.
Wie sonderbar!
Sie würden sich oft sehr genieren
bei grobem Scherz.
Sie liessen sich nicht gern verführen
von Herz zu Herz.

Die Kinder würden es begreifen,
der Clown sei tot.
Es würden neue Spiele reifen,
ganz nach Gebot.
Es soll den Clown bald nicht mehr geben,
so in Natur.
Nach Virtuellem sei zu streben.
Nach diesem nur.